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Massiv (bürgerlich: Wasiem Taha) wurde am 9. November 1982 in Pirmasens (Rheinland-Pfalz) zur Welt gebracht. Er ist Sohn palästinensischer Einwanderer, die aufgrund des Konflikts in Nah-Ost, von Palästina über den Libanon nach Deutschland aussiedelten. Seine Kindheit und Jugend verbrachte Massiv in seiner Geburtsstadt Pirmasens, nahe der französischen Grenze. 1996 kam er zum ersten Mal nach Berlin, um dort mit seiner Familie, Freunde und Verwandte zu besuchen. Vom ersten Moment an, war er von der aufblühenden Großstadtmetropole fasziniert und fühlte sich Berlin hingezogen. Daraufhin kehrte er immer wieder in die Hauptstadt zurück.

In seiner Jugendzeit trat Massiv oft durch diverse kriminelle Handlungen, wie Einbrüche, Drogenhandel und Schlägereien mit dem Gesetz in Konflikt. Dies führte zu Strafanzeigen, Jugendarresten, Untersuchungshaft und Verurteilungen. Während dieser Zeit kam Massiv auch zum ersten Mal mit Hip-Hop in Berührung. Unter seinen Lieblingskünstlern befanden sich Rapper wie Tupac Shakur und The Notorious B.I.G. Er identifizierte sich mit dieser Musik und fühlte das, was er auch selbst durchlebte.

Über die Jahre hinweg wurde Hip-Hop immer interessanter für Ihn. Die Musik gab Ihm Kraft und inspirierte Ihn dazu auch selbst mit dem Rappen anzufangen. Durch den Kontakt in die Hauptstadt wuchs auch sein Interesse an deutschem Hip-Hop. So fing er 2004 damit an, seine ersten Tracks aufzunehmen und stellte sich ein Demotape zusammen. Dieses verschickte er an sehr viele Platten-Labels, in der Hoffnung, dass Ihn eines davon unter Vertrag nehmen würde. Wie es das Schicksal so wollte, meldete sich das Berliner Untergrund-Label „Horrorkore Entertainment“, geleitet von Mc Basstard, bei Ihm und zeigte Interesse.

Für Massiv gab es nun allerdings noch eine Sache zu klären. Er musste seine Familie davon überzeugen mit Ihm nach Berlin zu ziehen, denn für Ihn kam es nicht in Frage, diese einfach im Stich zu lassen. Darum erzählte er seinen Eltern kurz darauf, dass er seinen Traum ein bekannter Rap-Star zu werden, nun in Berlin verwirklichen möchte und die Möglichkeit hat dort unter Vertrag zu kommen. Nach ein paar hartnäckigen Tagen, willigten seine Eltern schließlich ein. So zog die Familie kurze Zeit darauf mit Massiv nach Berlin Wedding und setzte alles auf eine Karte.

Damit war die Grundlage für eine Karriere als Gangsta-Rapper in Berlin geschaffen. Es folgten die ersten Kontaktaufnahmen zu Produzenten und Rappern aus der Berliner Hip-Hop Szene. Massiv pickte sich die härtesten Beats, brachte seine harten Texte zu Papier und nahm seine ersten Tracks in richtigen Plattenstudios auf. Daraus resultierte schließlich sein Debüt-Album „Blut gegen Blut“.

Daraufhin platzte Massiv 2006 mit seinem „Ghettolied“ in die deutsche Hip-Hop Szene und sorgte mit seinem Album „Blut gegen Blut“ für sehr viel Gesprächsstoff. Dem deutschen Gangsta-Rap gab er eine neue Definition. Nach seiner Trennung von Horrorkore Entertainment, wollte Ihn jedes Label haben. Die Majors stritten sich förmlichst um Ihn. 2007 unterschrieb er dann bei SonyBMG den bisher größten Major-Deal, den ein Rapper in Deutschland jemals angeboten bekommen hat und sorgte für einen riesen Medienrummel. Er veröffentlichte die Alben „Blut gegen Blut Re-Release (2007)“, „Ein Mann Ein Wort (2008)“ und „Meine Zeit (2009)“. Doch mit dem Erfolg kamen auch bald die Schattenseiten ans Licht. So wurde er bereits im Juni 2007 während eines Konzerts in Duisburg mit einem Schlagring attackiert. Es ließ nicht lange auf sich warten, bis die nächste Tat geschah. Nur 7 Monate später, verübte man im Januar 2008 einen Mordanschlag auf Massiv. Ein unbekannter maskierter Täter feuerte auf offener Straße in Berlin Neukölln drei Schüsse auf Ihn ab. Eine Kugel traf Ihn am Oberarm, die anderen beiden seinen BMW. Trotz des hohen Blutverlustes überlebte er die Tat und kam nochmal mit einem Schock davon.

Massiv zählt derzeit zu den bedeutendsten Rappern in Deutschland. Für die Jugend ist er ein Sprachrohr und nicht mehr von der Hip-Hop Landschaft wegzudenken. In einem Artikel des Magazins „Der Spiegel“ hieß es: „Massiv war der erste richtige Gangsta-Rapper, den Deutschland zu bieten hatte.“